Judo ist eine asiatische Kampfsportart, die psychisches und physisches Können vereint. Zwei philosophische Grundsätze liegen dem Judo im Wesentlichen zugrunde, nämlich einerseits das gegenseitige Helfen und Verstehen zum Fortschritt und Wohlergehen beider Kontrahenten und zum anderen der Einsatz von Körper und Geist .
Traditionell tragen Judoka eine lange weiße Hose aus Baumwolle und eine weiße Jacke, die ebenfalls aus Baumwolle ist und die durch einen Gürtel gehalten wird. Um in Wettkämpfen die beiden Gegner unterscheiden zu können, trägt bei internationalen Meisterschaften ein Judoka einen blauen Judogi. Wenn das nicht möglich ist, werden die Kontrahenten durch einen zusätzlichen roten bzw. weißen Gürtel differenziert. An der Gürtelfarbe kann man den Grad der Ausbildung der Judoka erkennen.
Bei der Einteilung der Gürtelfarben muss man zunächst beachten, dass es eine Unterteilung zwischen Schüler,-und Meistergraden gibt. Jeder Schüler beginnt zunächst mit einem weißen Gürtel und kann durch das Ablegen von Prüfungen einen höheren Grad erreichen. Für die allererste Prüfung muss der Schüler mehrere Technikübungen am Boden zeigen. Der Sportler übt die Techniken mit dem Partner.
Sobald der Schüler seine Prüfungen abgelegt hat, ist er dazu befähigt einen höheren Grad einzunehmen, was auch mit einem Wechsel des Gürtels kombiniert ist. Die Schülergrade gehen bis zum braunen Gürtel, welchen man ab einem Mindestalter von 14 Jahren bekommen kann und bei den Schülern der schwierigste Grad ist. Nach den Schülergraden beginnen die Meistergrade, welche mit dem schwarzen Gürtel beginnen und mit einem roten Gürtel enden.
Der schwarze Gürtel ist also nicht der schwierigste Grad den man im Judo erreichen kann, sondern eigentlich der rote Gürtel. Jedoch gilt allgemein, je dunkler der Gürtel, desto erfahrener ist auch der Kampfsportler.
