Betritt man eine Karate, Taekwon-Do oder Judo Halle um beim Training zu zu sehen sieht man eine Menge Menschen, alle in einem einheitlichen Anzug gekleidet, jedoch mit verschiedenen, bunten oder schwarzen Gürteln. Hier stellt sich die Frage, wieso es die verschiedenen Gürtelfarben gibt – es einfacher weißer Gürtel würde den Anzug doch auch zusammenhalten, oder?

Geschichte und

Verbreitung der Kampfsportarten

martial arts belts 3Um diese Frage zu erörtern muss ein Blick auf die Geschichte und Verbreitung der Kampfsportarten geworfen werden. Traditionell gibt es keine verschiedenen Gürtelfarben: Früher gab es lediglich weiße und schwarze Gürtel um Lehrer und Schüler voneinander abzugrenzen. Hatte ein Schüler lang genug trainiert und wurde er von seinem Trainer als würdig empfunden erhielt er ebenfalls einen schwarzen Gürtel.

Einführung in Europa

Mit der Einführung in Europa jedoch traten die verschiedenen bunten Farben zum ersten Mal in Erscheinung. Die verschiedenen Töne sollten den Fortschritt des Betreibenden wiederspiegeln, so wurden sie meist von hell nach dunkel angeordnet. Eine verbreitete Anordnung der Hierarchie der Gürtel ist beispielsweise weiß, gelb, orange, grün, blau, braun, schwarz. Je nach Kampfsport, Verband und Dojo kann sich diese jedoch unterscheiden.

Der berühmte schwarze Gürtel

In erster Linie dient dieses System der Vermarktung der Kunst als Sport. Somit werden einzelne Prüfungen gebraucht damit der Betreibenden einer Kampfsportart den nächsten Gürtel erhält. Somit motiviert dieser Kampf von „Gürtel zu Gürtel“ mit dem schwarzen Gürtel als Ziel den Betreibenden seinen Sport länger und mit mehr Freude auszuüben, denn das Erreichen und das Umbinden eines neuen Gürtels stellt eine Belohnung dar, ein Gefühl schon etwas auf dem langen Weg eines Kampfkunst Trainierenden erreicht zu haben.

Neben der Motivation der einzelnen Schüler ist allerdings auch zu erwähnen, dass durch die vielen Prüfungen welche durch die Unterteilung der „Nicht-Schwarzgurte“ benötigt werden, finanzieller Profit für die Verbände entsteht, was von diesen allerdings nicht gern gehört wird.

Desweiteren dient das System natürlich dazu Schüler beispieslweise auf Wettkämpfen je nach Niveau – welches nun durch die Farbe des Gürtels ausgedrückt wird – zu trennen, da diese einheitlich nach ähnlichen Kriterien und Leistungsstand der Schüler verliehen werden sollten.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Gürtelfarben zur Vermarktung der Kampfsportart, zur Motivation und Abgrenzung der Schüler dient, sowie zu einer weiteren Einnahmequelle der Verbände führt.