Das der Mann ein Modemuffel darstellt, ist im Wesentlichen nicht unbekannt, dennoch trennen sich im Bereich der Accessoires zwischen Mann und Frau Welten. Zu diesen Accessoires gehört auch die Gattung der Hosengürtel. Neben seiner ursprünglichen Form, für den Halt der Hose zu sorgen, oder als Schusswaffengurt im wilden Westen, wurde dem Herrengürtel wenig Bedeutung beschert. So manch ein Vater der Frühzeit erinnerte sich an die positiven Eigenschaften seines Gürtels als Züchtigungsmittel der Kinder. Das ist Gott sei Dank Vergangenheit, denn der schon immer währende Faktor der Zierde im dekorativen Bereich der Frau, gewinnt langsam an Bedeutung auch bei den Herren. Ein Tannenbaum ohne Kugeln, ist halt nur ein Baum, eine Herrenhose ohne Gürtel ist auch nur eine halbe Hose.
Was ist der Unterschied zwischen einem Herren –und Damengürtel?
Bei den meisten Menschen zuerst einmal die Länge. Ein Damengürtel muss nicht unbedingt einen praktischen Nutzen erfüllen, er kann die Ergänzung einer edlen Handtasche sein, oder das Kostüm aufwerten. Anders als bei einem Herrengürtel, muss dieser nicht unbedingt aus Leder sein, er kann auch aus Samt, Brokat oder Seide gefertigt sein, mit Strasssteinen belegt, oder mit Gold verziert.
Bei einem guten Herrengürtel gilt das Motto: „Weniger ist manchmal mehr“.
Hier unterscheiden sich die Gürtel im Freizeitbereich, Business –oder für private Anlässe.
Ein Freizeit- Herrengürtel besteht in der Regel aus derben Ränzelleder mit einer zum Teil unübersehbaren Schnalle. Hier kann die Schnalle leicht das Hobby des Trägers symbolisieren und statt Blech in Silber gehalten sein.
Wie sieht der klassische Herrengürtel aus?
Was beide Gürtel unterscheidet ist die Schlaufenbreite, ein Jeansgürtel besitzt eine Breite von ca. vier Zentimeter und ein klassischer Herrengürtel eine Breite von ca. 3,5 Zentimeter.
Zu einer edlen Herrenhose gehört auch ein Gürtel aus edlem Material. Vorwiegend aus Gründen der Haltbarkeit werden Herrengürtel aus Rindsleder gefertigt, oder im edlen Bereich aus Krokoleder. Ein weiterer wichtiger Faktor bei einem edlen Herrengürtel ist die Schnalle.
Im Bereich der täglichen Anwendung hat sich die standardgemäße Dornschließe bewährt.
Im edlen Bereich besteht die Schnalle aus Edelstahl oder Silber mit dem Schriftzug des Designers, oder einem edlen Motiv, als Koppelschnalle.
Warum sollte ein Herrengürtel einen edlen Charakter besitzen?
Ein schlichter gut verarbeiteter Herrengürtel verleiht dem Träger Understatement und symbolisiert Größe.

Traditionell tragen Judoka eine lange weiße Hose aus Baumwolle und eine weiße Jacke, die ebenfalls aus Baumwolle ist und die durch einen Gürtel gehalten wird. Um in Wettkämpfen die beiden Gegner unterscheiden zu können, trägt bei internationalen Meisterschaften ein Judoka einen blauen Judogi. Wenn das nicht möglich ist, werden die Kontrahenten durch einen zusätzlichen roten bzw. weißen Gürtel differenziert. An der Gürtelfarbe kann man den Grad der Ausbildung der Judoka erkennen.
Der Gürtel ist sehr oft ein modisches Accessoire, welches den Kleidungsstil ungemein aufpeppen kann. Die Vielfalt der Modetrends gibt dabei oft die Richtung an, aber auch Klassiker wie zum Beispiel schwarze Ledergürtel haben immer Saison. Auch bei den Verschlüssen der Gürtel gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Am meisten verbreitet sind hier sicherlich die klassischen Schnallen, bei denen mittels des Dorns und der Gürtellöcher die Länge variiert werden kann. Aber auch Verschlüsse, bei denen der Gürtel mittels einer kleinen Platte geschlossen wird, die sich mit ihren Zähnen in den Gürtel drückt und diesen auf der gewünschten Länge hält oder das System, wobei das Gürtelende zwischen zwei Ringen festgeklemmt wird, erfreuen sich beständiger Beliebtheit.